Die Navigationsleiste oder das Menü ist eine der wichtigsten Anlaufstellen deiner Website. Egal ob Deine Besucher über eine Suche auf einer deiner Unterseiten landen oder direkt auf der Homepage, hier sind die wichtigen „Wegweiser“.

In diesem Artikel lernst du, warum du deiner Navigationsleiste eine Schlankheitskur verpassen solltest, wenn sie zu „dick“ ist …

Marketingstrategie by Elke SchmalfeldEs ist wie im richtigen Leben – wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann, ist es aus mit der Orientierung! Und das willst du deinen Besuchern doch sicher nicht zumuten, oder?

Die „Miller’sche Zahl“ besagt, dass Menschen nur 7 +/- 2 Dinge gleichzeitig im Kurzzeitgedächtnis behalten können.  (Millersche Zahl, https://de.wikipedia.org/wiki/Millersche_Zahl)
Das gilt natürlich auch für die Navigationsleiste deiner Website: optimal sind 5-7 Navigationsbuttons, z.B.  Home, Kontakt, Leistungsspektrum, Über uns, Blog etc… Damit findet jeder Besucher sofort das, was er oder sie wissen möchte.
Weitere wichtige Seiten wie die AGBs, Datenschutz, Disclaimer und Impressum finden unten im Footer jeder Seite Platz.


Mach es deinen LeserInnen leicht, das Wichtige zu finden

Das kennst du bestimmt: viele Webseiten haben eine ewig lange Navigationsleiste, die völlig unübersichtlich ist.

Strukturiere deine Inhalte in Untergruppen oder nutze aufklappbare Untermenüs, zeige dein Thema in leicht erfassbaren Häppchen!

Auch hier solltest du nicht mehr als 5-7 Möglichkeiten anbieten. Du hast ganz viele Seiten? Dann biete doch eine Suchfunktion an, verlinke von einer Seite auf eine ähnliche Seite oder biete Filtermöglichkeiten an (z.B. Vorauswahl von Größe, Leistung oder Verwendungszweck).

Steigerung der Usability

Lass deine Website-BesucherInnen nicht „im Regen stehen“ sondern führe sie durch dein Angebot auf deiner Seite. Biete an, dich bei Fragen direkt zu kontaktieren und nenne gleich hier deine Kontaktdaten. So hältst du deine Navigationsleiste schlank, dein Besucher findet sich gleich zurecht und findet das was er oder sie sucht.

Vermeide „lange Wege“: Versetze dich einfach in die Lage deiner Website-Besucher: Wenn sie schon auf der Navigationsleiste eine übersichtliche Anordnung und Struktur vorfinden, strahlt dieser Eindruck auch auf dich und dein Unternehmen aus: dein Besucher fühlt, dass du strukturiert weiter helfen kannst. Eine gute Benutzerführung, also die Usability, ist auch zur Suchmaschinenoptimierung extrem wichtig!

Vergleiche es einfach mit einem Ladengeschäft: Was kommt besser an?

  • Große Schilder mit den jeweiligen Abteilungen, in denen man sortiert alles findet?
  • oder ein Sammelsurium von verschiedenen Dingen, die den Besucher eher ablenken?

Die Qual der Wahl

Das belegt auch eine Untersuchung, die im Jahre 2000 in Kalifornien angestellt wurde. Sheena Iyengar und Mark Lepper entdeckten in einer Feldstudie das sogenannte „Paradox of Choice“ oder auch „Choice overload“. Im deutschen Sprachraum ist es auch als „Marmeladen-Paradoxon“ bekannt.

Weniger ist mehr – wissenschaftlich bewiesen!

Mrmeladen-Paradoxon

Kurz gesagt, es beweist, dass das Sprichwort „Weniger ist mehr“ stimmt! Doch was haben die beiden untersucht?

Die Forscher stellten in unterschiedlichen Supermärkten in Kalifornien verschiedene Probiertische mit Marmeladensorten auf. Es gab unterschiedliche Versuchsanordnungen. Ziel war es, herauszufinden, wie die Auswahl das Kaufverhalten der Kunden beeinflusst.


Ergebnis: War die Auswahl sehr groß, (24 Sorten), probierten 60% der Kunden mindestens eine Sorte. aber nur 2% erklärten sich bereit, Marmelade zu kaufen.
War die Auswahl kleiner (6 Sorten), probierten zwar nur 40% der Kunden, aber ganze 12% waren zum Kauf bereit.

Ein Rechen-Exempel

Rechnet man das Ganze hoch, ergibt sich folgendes Bild: Angenommen, das Marmeladeglas kostet 1 Euro, es sind 1000 Kunden im Laden.

  • Im ersten Fall probieren 600 Kunden, aber davon kaufen nur 2%, also 12 Kunden, entspricht 12 Euro Umsatz.
  • Im zweiten Fall probieren 400 Kunden, davon kaufen 12 %, also 48 Kunden, entspricht 48 Euro, also dem 4fachen Umsatz!

Fazit:

Es geht nicht darum, dass du deine Vielfalt einschränken musst. Mein Tipp: konzentriere dich auf die wesentlichsten Punkte in deiner Navigationsleiste: Überlege, was deine Kunden als erstes wissen möchten und führe sie auf dem schnellsten Weg zu dieser Information. Dort kannst du sie dann auf weitere Optionen hinweisen und z.B. eine persönliche Beratung oder eine schriftliche Anfrage anbieten.

Und voilá, dein potentieller Kunde fühlt sich gut beraten und du hast einen wertvollen Kundenkontakt gewonnen!