Kreativ schaffende Menschen haben oft ein sehr zwiespältiges Verhältnis dazu, Marketing für ihre Kunst zu betreiben. Kunst verkaufen ist natürlich wichtig. Doch die Tools und Strategien dazu sind oft nicht bekannt oder werden vernachlässigt. Vieles, was in der Wirtschaft funktioniert, um Produkte an den Kunden zu bringen, ist im Kreativ-Marketing genau so zielführend – oft sogar viel wirkungsvoller!

Doch sehr oft stoßen Kreative und Künstler hier an ihre Grenzen: es macht mich traurig und wütend, dass Kreativität und Kunst sehr oft im Geschäftsleben gering geschätzt und daher schlecht bezahlt wird. Kunst und Kreativität bereichert das Leben und macht die Welt schöner, sollte also genauso gut wie andere Dinge bezahlt werden, die das Leben schöner machen!

Viele Künstler und Zeichner nehmen die schlechte Bezahlung als gegeben hin – manche kokettieren sogar noch damit.

Der arme Poet - Carl SpitzwegSo was geht nach meiner Meinung gar nicht! „Der Applaus ist das Brot des Künstlers“ heißt es oft – oder noch schlimmer: „Brotlose Kunst“.

Leider macht diese Haltung auch vor anderen Berufen nicht halt: Egal ob als Fotograf*In, Grafiker**in, Illustrator*in, Tänzer*in oder Musiker*in – man lebt für die „Kunst“ und das soll dann genügen …

Auf die aktuelle Diskussion um das Urheberrrecht und die upload-Filter will ich an dieser Stelle erst mal nicht eingehen. Mir geht es heute auch und vor allem um das Selbstverständnis des einzelnen Kreativen und der Kreativbranche an sich.

Eine Wirtschaftskraft, die sich sehen lassen kann

Laut dem Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2017 gibt es in Deutschland über eine Viertelmillion Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Deren Gesamtumsatz lag in 2016 bei 154,4 Milliarden Euro. Rund 1.117.000 Kernerwerbstätige arbeiten in dieser Branche.

„Inzwischen liegt die Bruttowertschöpfung in der Kultur- und Kreativwirtschaft nur noch knapp hinter der Wertschöpfung des Maschinenbaus, der im Jahr 2016 geschätzte 101,6 Milliarden Euro erzielte, zurück. Andere wichtige Branchen in Deutschland, wie die Chemische Industrie, die Energieversorger oder aber die Finanzdienstleister, werden von der Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachen Wertschöpfung inzwischen deutlich übertroffen. Nur die Automobilindustrie erzielt mit aktuell 144,3 Milliarden Euro eine deutlich höhere Bruttowertschöpfung“, so der Monitoringbericht weiter.

Grund genug, dass gerade die Kreativen und Künstler erkennen, welchen hohen wirtschaftlichen Wert ihre Arbeit in Deutschland hat!

Künstler und Kreative müssen unterehmerisch(er) denken

Schon Albrecht Dürer (1471-1528) wusste, wie man als Kreativer von seinen Werken gut leben kann. Albrecht Dürer Comic von Elke Schmalfeld

Er war der erste Künstler, der seine Werke signiert und sie damit zur Marke gemacht hat. Er nutzte die damals neue Technologie der Vervielfältigung (Holzschnitt, Kupferstich), um seine Werke einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und er reiste durch Europa, um seine Kunden zu treffen und sein Netzwerk zu erweitern und zu pflegen.


Das war damals um einiges beschwerlicher als heute: Globalisierung und soziale Netzwerke machen es heute so leicht, sich als Kreativer in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und seine Kunst zu verkaufen.

Aber das ist Segen und Fluch zugleich: denn wir sind nicht allein. Es gibt so viele  kreative Menschen im Netz, dass man ganz schnell in der Masse untergehen kann.

Kunst verkaufen mit kreativem Marketing

Deshalb ist es heute wichtiger als bisher, sich zu positionieren und eine kreative Marke aufzubauen. Nur so hat man die Chance, mit der eigenen Kreativität aus der Masse herauszuragen und die eigene Kunst verkaufen zu können.

Aus diesem Grund habe ich einen kostenlosen Online-Kurs für alle Kreativen entwickelt, die aktiv werden und (mehr) Geld mit ihrer Kunst verdienen wollen!

Anmeldung +  Informationen über den Kurs in der ARTepreneur* Academy

*(ARTepreneur ist eine Wortschöpfung aus ART (=Kunst) und Entrepreneur (=Unternehmer)

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